Ungarischer Tanz Nr. 6

Komponist: Johannes Brahms
Text und Chorbearbeitung: Kurt Günth

Heia! Im Ungarland die Geigen singen,
es ist ein wundersames Klingen.
Das Mädchen träumt vom Liebsten,
sehnsuchtsvoll wird sie ihn heut’ erwarten.
wird sie heute sagen ihm: Ich hab dich lieb!
Weit in Pussta tönen hell die Geigen,
die Feuer lodern mitten in den Reigen.
Augen sie glühen, rot die Lippen blühen,
Liebchen komm und schliesse deine Augen,
trink den Wein wie heisses Blut. Ich bin dir gut!

Heia! Die Nacht sie steiget still her nieder,
im Kreis verstummen all die Lieder.
Der Liebste hällt im Arme seine Maid,
er ist zu ihr gekommen, heiss in Liebe sagt er ihr:
Ich bleib bei dir!
Leis weht der Wind, es rauschet in den Zweigen,
die Maid tut leis das Köpfchen zu ihm neigen.
Augen sie glühen, rot die Lippen blühen,
Liebster komm und schliesse deine Augen,
küsse mich mit heisser Glut.
Ich bin dir gut! Hei! Hei! Heia!