Schmugglerlied

Komponist:
Text:

1. Geh’ heut? nicht fort, mich plagt ein böses Ahnen, so
spricht des Schmugglers Weib, bleib doch zu Haus!
Nein, es muss sein, denn Grosses wir heut’ planen, mich
treib’s hinaus ins Dunkle, Nacht und Graus.

2. Auf dunklen Pfaden, die zur Grenze führen, da haben’s
Schmuggler ihres Hauptmanns Ziel, s’ist alles still, im
Busch die Vöglein schlafen und Ruhe herrscht in dem
Walde drin.

3. Da tönt ein Pfiff, es flieh’n die Kameraden, und las-
sen ihn im finstern Wald zurück; er rührt sich nicht,
mit seiner Last beladen, er glaubet fest wohl an sein
altes Glück.

4. Es kracht ein Schuss, das Blei hat ihn getroffen, fährt
durch die Brust ins treue Herz hinein, wohl für sein
Weib, sein blondgelocjtes Sühnlein, er sinkt ins Gras,
verlassen und allein.

5. Sein Weib sprach an der Bahre unter Tränen: o hät-
test du gefolgt nur meinem Rat, das Schicksal hat in
deines Lebens Blüte dich hingerafft für deine Missetat.