Schmuggler – Lied

1. Ein armer Schmuggler bin ich zwar, verdien’ mein
Geld stets in Gefahr, doch wenn die Grenzwacht am
Ufer ruht, dann geht das Schmuggeln noch einmal so gut.

2. Dann schlafen wir bis morgens vier, dann klopft es
leise an die Tür: Steht auf mein Schmuggler, so jung
und schön, jetzt wollen woll’n wir wieder schmuggeln gehn!

3. Dann fahren wir den Rhein hinaus, und werfen unsre
Säcke aus, dann kommen Oesterreicher gross und
klein, ein jeder, jeder will ein Säckelein.

4. Und werden wir dann mal erwischt, dann kommen
wir vor’s Schwurgericht, sechstausend Franken müssen
wir bezahln, dann dürfen wir gleich wieder eiterfahrn.

5. Und ist vorbei der Monat Mai, dann geb’ ich auf die
Schmugglerei, dann führ ich s’Liebchen zum Traualtar,
es lebe, lebe hoch das Schmugglerpaar!

6. Und wenn ich einst gestorben bin, dann setzt mir einen
Grabstein hin, worauf die Worte geschrieben steh’n:
erst jetzt, erst jetzt lass ich das Schmuggeln gehn!