Morgenwind

Komponist: Paul Müller
Text: Paul Heyse

Wenn noch kaum die Hähne krähn, macht sich auf der Morgenwind,
feget aus mit starkem Wehen Stadt und Flur und Wald geschwind,
feget aus mit starkem Wehen Stadt und Flur und Wald geschwind.

Alle Bäumen in der Runde schüttelt er die Locken aus,
weckt die Blümlein in dem Grunde, lockt die Lerch’ ins Tal hinaus.

Nebel, die am Berge hangen, jagt er ohne Gnade fort;
kommt Frau Sonne dann gegangen findt sie sauber jeden Ort,
kommt Frau Sonne dann gegangen findt sie sauber jeden Ort.

Will sie bei dem treuen Winde sich bedanken in Person
ist er, dass ihn keiner finde, über alle Berge schon,
ist er, dass ihn keiner finde, über alle Berge schon.