Macht man ins Leben kaum

Komponist:
Text:

1. Macht man ins Leben kaum den ersten Schritt, bringt
man als Kind schon eine Träne mit, und Freudenträ-
nen bringt als erster Gruss , dem Kind die Mutter mit
dem ersten Kuss.

2. Und wächst man auf so zwischen Freud und Schnerz,
so tritt die Liebe in das junge Herz, und offenbart
das Herz der Jungfrau sich, spricht eine Träne: o ich
liebe dich.

3. Wie schön sind doch die Tränen einer Braut, wenn
der Geliebte ihr ins Auge schaut; man schlingt das
Band, sie werden Weib und Mann, nun geht der
Kamapf mit Not und Sorgen an.

4. Und hat der Mann die Hoffnung schon verlor’n,
blickt eine Frau vertrauensvoll empor, zum Sternen-
zelt, zum heitern Himmelslicht, sprich eine Träne:
o verzage nicht!

5. Der Mann wird Greis, die Scheidestunde schlägt, es
stehn um ihn die Seinen tiefbewegt, und aller Augen
sieht man tränenvoll, sie weinen ihm das letzte Lebe-
wohl.