Lacrimae Christi (Es war in alten Zeiten)

Komponist:
Text:

1. Es war in alten Zeiten ein schwäbischer Fidelmann,
der kräftig schlug die Saiten und lustige Märlein spann.
Mit Friederich dem AHnen zog er, zog er ins Welschland
ein [: und kostete im Wandern von einem jeden Wein :]

2. Und als auf seinem Zuge er nach Neapel kam, quoll
ihm aus ird’nem Kruge ein Tropfen wundersam. Er trank
mit durst’gem Munde und rief, und rief den Wirt herbei:
[: “Viellieber, gebt mir Kunde, was für ein Wein das
sei :]

3. Er rinnt mit altem Knaben wir Feuer durchs Gebein;
von allen Gottesgaben muss er die beste sein.” Der dicke
Kellermeister gab ihm, gab ihm die Auskunft gern: [: “La-
crimae Christi heisst er; denn Tränen sind’s des herrn” :]

4. Da überkam ein Trauern den fremden Fiedelmann;
er dachte an den Sauern, der in der Heimat rann. Und
betend sank er nieder, den Blick, den Blick empor ge-
wandt: “Herr, weinst du einmal wieder, so wein’, so wein’,
so wein’ im Schwabenland, so wein’ im Schwabenland!”