Ich weiss ein Fass

Wenn mich Sorge plagt der Kummer nagt,
weil mal nicht die Sonne scheint,
sag ich: “Na, denn Prost!” Und ich
suche Trost bei meinem allerbesten Freund:

Ich weiss ein Fass in einem tiefen Keller,
gefüllt mit wunderbarem Wein!
‘sitst kein Burgunder und kein Muskateller,
ein alter Jahrgang ist’s vom Rhein!
Ich hab da drunten manche Nacht
gesessen und hielt im Arm ein Mädel zart und fein.
Ich hab den Namen von dem Wein vergessen
und den Namen vom Mägdelein.

Freunde, hört mich an: Bin ich einmal dran,
und ihr senkt mich tief hinab,
setztmir jenes Fass voll von edlem Nass
als meinen Grabstein auf mein Grab!

Ich weiss ein Fass in einem tiefen Keller,
gefüllt mit wunderbarem Wein!
‘sitst kein Burgunder und kein Muskateller,
ein alter Jahrgang ist’s vom Rhein!
Ich hab da drunten manche Nacht
gesessen und hielt im Arm ein Mädel zart und fein.
Ich hab den Namen von dem Wein vergessen
und den Namen vom Mägdelein.

Was ich nicht vergass ist das schöne Fass,
mit dem wunderbaren Wein.
Nehmt das Glas zur Hand, füllt es bis zum Rand
und trinkt auf’s Wohl vom Mägdelein.

Ich weiss ein Fass in einem tiefen Keller,
gefüllt mit wunderbarem Wein!
‘sitst kein Burgunder und kein Muskateller,
ein alter Jahrgang ist’s vom Rhein!
Ich hab da drunten manche Nacht
gesessen und hielt im Arm ein Mädel zart und fein.
Ich hab den Namen von dem Wein vergessen
und den Namen vom Mägdelein.