Gott schütze die Reben

Wie glüht er im Glase! wie flammt er so hold!
Geschliff’nem Topase vergleich’ ich sein Gold!
Und Düfte entschweben ihm blumig und fein:
(:Gott schütze die Reben am sonnigen Rhein:)

Durchbraust uns sein Feuer,
so schmilzt unser sinn für euch nur getreuer,
ihr Mägdelein dahin!
Wir schwärmen von Kosen,
von Minnen und Frei’n:
(:Gott schütze die Reben am sonnigen Rhein:)

Ob oft auch der Tropfen den Trinker bezwingt,
Herz drücken und Klopfen die Schönheit uns bringt
wir wollen’s vergeben, vergessen, verzeih’n:

(:den Rosen, den Reben am sonnigen Rhein:)