Gold’ne Abendsonne

Komponist:
Text:

1. Doldne Abendsonne, wie bist du so schön, nie kann
ohne Wonne, deinen Glanz ich seh’n.

2. Willst nun SOnne, fliehen, mit dem schönen Strahl,
nach dem Meere ziehen, über Berg und Tal?

3. Abendglocken singen von der Türme Dach, mit ge-
walt’gen Schwingen, dir den Abschied nach.

4. Schon in zarter Jugend, sah ich stets nach dir, und
der Trieb zur Tugend, glühte mehr in mir.

5. Wenn ich so am Abend, staunend vor dir stand, und
an dir mich labend, Gottes Huld empfand.

6. Doch von dir, o Sonne, wenn ich meinen Blick, mit
noch gröss’rer Wonne, auf mich selbst zurück.

7. Schuf uns doch ja beide eines Gottes Hand, dich im
Strahlenkleide, mich im Staubgewand …

8. Wollest uns doch senden, Herr, dein ewig Licht, dass
zu Dir wir wenden unser Angesicht.