Die Gotthardwacht

Komponist:
Text:

1. Ich wach’ auf dem Gotthard gerüstet und kühn, bevor
noch die Gletscher im Morgenrot glüh’n, ich übe die
Waffen für Zeiten der Schlacht [: bei Tannen und Felsen
bis tief in die Nacht :]

2. Im Winter auch trutzig noch steh’ ich beim Firn,
Schneeflocken im Sturme umwirbeln die Stirn’. Ich fasse
den Stutzen mit berviger Faust [: mein Blut ist so feurig,
wenn Eisweind auch braust :]

3. Die Brust ist von heiliger Flamme entflammt, so oft
ich betrachte dies herrliche Land. Ich schaue hinaus und
hinab auf die Pracht. [: Ein schöneres Ländchen kein Wächter bewacht :]

4. Und krachen Kanonen vom Tale empor, vom Tale
empor, vertrau’, liebe Heimat, vertrau’, liebe Heimat, ich
stehe am Tor, ich stehe am Tor. Ich wach’ auf dem Gott-
hard, verblute ich auch, [: so blüht auf dem Grabe der
Almrosenstrauch :]