Der Trainsoldat

Melodie: “Ich ahtt’ einen Kameraden”

Komponist:
Text:

1. Der Trainsoldat hat’s lustig, zwei Rösslein, die sind
sein! Des Morgens in der Frühe, es macht ihm keine
Mühe, putzt er sich blank und rein.

2. Dann nimmt er Dreck’ und Sattel, Geschirr und auch
den zaun; horch, wie die Rosse scharren, sie können’s
nicht erharren, der Reiter hält sie kaum.

3. Die Peitsch am Kummetriemen, die Aufsitzbügel
knapp, mit Hand- und Stangenzügel, den linken Fuss im
Bügel, schwingt er sich auf den Rapp’!

4. Es donnern die Kanonen, es dröhnt die Batterie, und
wird der Tag auch blutig, der Trainsoldat tut mutig die
Pflichten spät und früh.

5. Hei, schön ist’s, wenn man reitet wohl über Berg
und Tal, wenn hell Kommandos klingen, wenn treue
Rässlein springen, wenn’s klirrt wie Guss und Stahl.

6. Er führet aus dem Parke Geschütze, Brot und Geld,
die Männer tun ihn grüssen, die Mädels darf er küssen,
das ist’s, was ihm gefällt.

7. Drum lieb ich meine Waffe, ich bin ein Trainsoldat!
Es lebe hoch ein jeder, der Rot, Blau und Leder an seinen
Hosen hat!

8. Und kommt einst ‘s letzt’ Mänover, die Rässlein wer-
den matt, fährt erst in d’Lederhose und dnn in Abrah’ms
Schosse der echte Trainsoldat.