Das Edelweiss

Komponist:
Text:

1. Wer nennt mir jene Blume, die allein auf steiler Alm
erglüht im Sonnenschein? Die schönste Zierde unsrer
Alpenwelt hoch droben einsam wächst vom Schnee er-
hellt. Der Hirtenbube auf dem Alpnehöh’n, wenn du
ihn frägst, wird stolz er dir gesteh’n: es ist der Blu-
men schönste dieses Reichs, die Alpenkönigin heisst
Edelweiss. Die Alpenkönigin ….

2. Der Jüngling, der die mühevolle Bahn nicht scheut,
tritt schnell den steilen Weg hinan; er wusste wohl,
dort findet er allein sein höchstes Glück, das bald er
nennet sein. Kein Fels zu hoch, kein Spalt ist ihm zu
breit, er jubelt laut, weil er vom Ziel nicht weit; für
s’Lieb er freudig eine Blume bricht, ein Edelweiss, der
Alm Vergissmeinnicht, ein Edelweiss, der Alm Vergiss-
meinnicht.

3. Und wenn dann einst das Sterbeglöcklein tönt, der
Alpensohn sich mit dem Tod versöhnt, spricht weh-
mutsvoll der Priester ein Gebet, weil seine Seel’ vor
Gottes Throne steht. Mit Blumen schmückt man ihm
sein kleines Haus, zum Friedhof trägt man weinend
ihn hinaus, und aus der treuen Freunde stillem Kreis
bringt jeder ihm das letzte Edelweiss, bringt jeder ihm
das letzte Edelweiss.