Auf des Munots altem Turme

Komponist:
Text:

1. Auf des Munots altem Turme schau’ hinaus ich in die
Nacht, üer Dächer, über Giebel, einsam halte ich die Wacht.
leise rauscht des Rheines Welle, leise rauscht des Kohlfirsts
Wald, doch im Herzen pocht und hämmerts meiner Liebe All-
gewalt. Refr. : Klinge Munotsglöckelein, grüsse mir die Liebste
fein. Klinge Munotsglöckelein, klinge bimnam, bum.

2. Auf des Munots weiter Zinne sah ich sie zum letztenmal,
wie sie scherzend, kosend tanzte auf dem grossen Munotsball. AUf
dem Turme musst’ ich wachen. Gott, wie ist die Welt Betrug !
ach, man küsste mir mein Liebchen, während ich die Stunden
schlus. Refr. : Klinge Munotsglöckelein, grüsse mir die Liebste
fein. Klinge Munotsglöckelein, klinge bimnam, bum.

3. Als ich sah das frech’ Gebaren, zog ich wütend an dem
Strang, und ich schlu so fest die Stunde, dass die kleine Glocke
sprang. Seither sind die Glöckleins Klänge so von stillerm Weh
erfüllt, dass den Menschen selbst im Städtchen Trän’ um Trän’
dem AUg’ entquillt. Refr. : Klinge Munotsglöckelein, grüsse mir die Liebste
fein. Klinge Munotsglöckelein, klinge bimnam, bum.

4. So muss auch mein Liebchen hören dieses Treubruchs harten
Klang, mög er allen falscshen Weibern klingen in den Ohren
bang. Doch dir, Glöcklein will ich’s sagen, aber schweige wie das
Grab, ich gesteh’, dass ich das Mädchen seither fast noch lieer
hab. Refr. : Klinge Munotsglöckelein, grüsse mir die Liebste
fein. Klinge Munotsglöckelein, klinge bimnam, bum.