Abendständchen

Komponist: F. Mendelsson Bartholdy
Text: J. v. Eichendorff

Schlafe Liebchen, weil’s auf Erden nun so still und einsam wird!
Oben gehen die gold’nen Herden, für uns Alle wacht der Hirt,
für uns Alle, für uns Alle wacht der Hirt, für uns Alle wacht der Hirt.

Schlingend sich an Baum und Zweigen, in dein stilles Kämmerlein,
wie auf gold’nen Leitern steigen diese Töne aus und ein,
diese Töne aus und ein, diese Töne aus und ein.

Und der Töne Klang entführet weit der buhlerische Wind,
und durch Schloss und Wand ihn spühret träumend wohl das süsse Kind,
träumend wohl, träumend wohl das süsse Kind, träumend
wohl das süsse Kind.