Besinnliches auf die Weihnachtszeit:

Wir freuen uns über alle Beiträge, die Sie uns zusenden. Herzlichen Dank !

Gerade in der Adventszeit, an Weihnachten und Neujahr,
wenn die Dunkelheit vorübergehend an Macht gewinnt,
lernt man Licht wieder schätzen;
nicht der Geschäftigkeit wegen das starke, grelle Licht -
eher der Besinnlichkeit wegen das schwache, warme.
Vielleicht zündet Ihr im Dunkeln eine Kerze an -
und Eure Seelen beginnen getrost zu schnurren:
Ist das Licht auch noch so klein, vermag es doch die Dunkelheit im Nu zu besiegen.
Solange sich Liebe entzünden lässt, kann die Welt nicht untergehen.

Benutzt die Advents-, Weihnachts- und Neujahrzeit zur Erholung und zur Besinnung.
Widmen wir die Zeit uns selber und unseren Lieben.
Einem Mitmenschen einmal wieder zuhören und ein gutes Wort zusprechen,
also etwas für unsere und die Seele des Mitmenschen tun.
Einem Mitmenschen Zeit schenken ist in der heutigen Zeit das grösste Geschenk auf Erden.

Die Weihnachtsgeschichte mit den vier Kerzen:

Vier Kerzen brannten am Adventskranz.
Es war ganz still. So still, dass man hörte, wie die Kerzen zu reden begannen.
Die erste Kerze seufzte und sagte:
"Ich heisse Frieden. Mein Licht leuchtet, aber die Menschen halten keinen Frieden, sie wollen mich nicht."
Ihr Licht wurde immer kleiner und verlosch schliesslich ganz.
Die zweite Kerze flackerte und sagte:
"Ich heisse Glauben. Aber ich bin überflüssig geworden. Es hat keinen Sinn mehr, dass ich brenne."
Ein Luftzug wehte durch den Raum und die zweite Kerze war aus.
Leise und traurig meldete sich nun die dritte Kerze zu Wort:
"Ich heisse Liebe. Ich habe keine Kraft mehr zu brennen.
Die Menschen schieben mich beiseite und begreifen nicht,
wie wichtig ich bin. Sie vergessen sogar die zu lieben, die ihnen am nächsten stehen."
Und mit einem letzten Aufflackern war auch dieses Licht ausgelöscht.
Da kam ein Kind in das Zimmer. Es schaute die Kerzen an und sagte:
"Aber, aber ihr sollt doch brennen und nicht verlöscht sein!" Und es fing an zu weinen.
Da meldete sich auch die vierte Kerze zu Wort:
"Hab keine Angst! Solange ich brenne, können wir auch die anderen Kerzen wieder anzünden. Ich heisse Hoffnung."
Mit dem Streichholz nahm das Kind Licht von dieser Kerze und zündete die anderen Lichter wieder an.

Diese Jahreszeit bringt es mit sich, dass die Natur sich zurückziehen kann.
Es kehrt Ruhe ein. Wir Menschen sollten uns vor Augen halten was dies für uns bedeutet.
Können wir diese Stille noch spüren?
Können wir unseren Kindern überhaupt noch vermitteln was Stille und Einkehr bedeutet?
Sind wir ihnen noch ein gutes Vorbild in unserer Hektik und unseren Begehrlichkeiten?

Fragen über Fragen! Nehmen wir uns im Advent doch wieder einmal die Zeit zur Besinnung
und zu Gesprächen mit der Familie und Freunden.
Jedes Gespräch kann befruchtend sein,
auch wenn es nicht auf der "eigenen Linie" fusst. Oder gerade deshalb!


Wir wünschen Dir in diesem Sinne eine reiche und gefühlvolle Zeit,
und hoffen, dass Du im kommenden Jahr davon zehren kannst.

Und wieder ist ein Jahr bald vorüber und unsere Lebensbiografie reicher geworden.
Ein Jahr mit Höhen und Tiefen, und beides gereicht uns zum geistigen und seelischen Wachsen.
Nehmen wir uns Zeit zum Verarbeiten des Erlebten und wir werden erkennen,
dass alles einen Sinn ergibt. Dazu ist die Adventszeit eine ideale Zeit, denn auch die Natur zeigt uns,
dass ein *Rückzug* wieder zur Blüte führen kann.

Deshalb eine kleine Weisheit zum Nachdenken:

Gibt es etwas Beglückenderes, als einen Menschen zu kennen,
mit dem man sprechen kann wie mit sich selbst ?
Könnte man höchstes Glück und tiefes Unglück ertragen,
hätte man niemanden, der daran teilnimmt ?
Freundschaft ist vor allem Anteilnahme und Mitgefühl.


Eine besinnliche Adventszeit, mit vielen lichtvollen Stunden, fröhliche Weihnachten
und "en guete Rutsch" ins Neue Jahr wünschen wir Dir von Herzen.

Wir sind bereits wieder im zwölften Monat des Jahres angekommen,
also werden die Tage kürzer und auch etwas trüber.
Es ist aber auch die Zeit der Besinnung und der Rückschau.
Endlich der Hektik des Alltages entschlüpfen und
sich auch mal wieder unserer Familie und unseren Freunden widmen,
was wir in unserem Alltagsstress eher vergessen.
Gönnen wir uns doch wieder etwas Zeit für uns selber
und für unsere Mitmenschen, eine kurze Zeit sich
einem Mitmenschen widmen und einfach zuhören,
ein paar Minuten verweilen und ein gutes Wort, also etwas für unsere "Seele".
Wir wünschen Dir die Zeit für diese Zuwendung
und auch die Zeit für das eigene Befinden.
Jeder Tag soll Dir Freude bereiten und
Dir die Augen für alle "kleinen Dinge" dieser Welt wieder öffnen.
Freude schenken bringt Freude zurück!

Deshalb eine kleine Weisheit zum Nachdenken:
Es ist nicht wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist viel Zeit, die wir nicht nutzen. (Seneca)

Die Adventszeit ist eine gute Gelegenheit über vieles nachzudenken und wenn nötig, sich auch umzuorientieren.

"Nur geliehen"

Es ist alles nur geliehen,
hier auf dieser schönen Welt,
es ist alles nur geliehen,
aller Reichtum, alles Geld,
es ist alles nur geliehen, jede Stunde voller Glück,
musst Du eines Tages gehen,
lässt Du alles hier zurück.
Man sieht tausend schöne Dinge
und man wünscht sich dies und das,
nur was gut ist und was teuer
macht den Menschen sehr oft Spass.
Jeder möchte mehr besitzen, zahlt er auch sehr viel
dafür, keinem kann es etwas nützen,
es bleibt alles einmal hier.
Jeder hat oft das Bestreben,
etwas Besseres zu sein,
schafft und rafft das ganze Leben,
doch was bringt es ihm schon ein?
Alle Güter dieser Erde, die das Schicksal Dir verehrt, sind Dir nur auf Zeit gegeben
und auf Dauer gar nichts wert.
Darum lebt doch Euer Leben, freut Euch neu auf jeden
Tag, wer weiss auf unsrer Erdenkugel
was der Morgen bringen mag?
Freut Euch auch an kleinen Dingen, nicht nur an
Besitz und Geld, es ist alles nur geliehen,
hier auf dieser schönen Welt.


Aktualisiert durch sieber-online am: 26.12.2006